Informationen aus dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik September 1997



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Jubiläum der Jury der Evangelischen Filmarbeit

Der 500. Film des Monats

Von Reinhard Middel

Mit der Nominierung von IVAN und ABRAHAM, dem Spielfilmdebut der französischen Regisseurin Yolande Zauberman, zum Film des Monats Juli 1997 begeht die vom Fachreferat Film und AV-Medien im GEP betreute Jury der Evangelischen Filmarbeit ein Jubiläum: zum 500. Mal seit November 1951 hat die Jury, zusammengesetzt aus Vertretern von Einrichtungen und Verbänden der evangelischen Kirche, ihre Empfehlung ausgesprochen. Sie wählt die Filme aus dem jeweils aktuellen Kinoangebot aus und wendet sich mit ihren Empfehlungen insbesondere an Kinobesitzer, Filmprogrammveranstalter, Verantwortliche in der Bildungsarbeit sowie an ein filminteressiertes Publikum innerhalb und außerhalb der Kirche.

Im Rückblick stellen sich die Ergebnisse dieser Arbeit aus unzähligen Filmsichtungen und -gesprächen als eine Filmgeschichte ganz eigener Art dar. Das zeigt ein Blick in eine von der Geschäftsstelle der Jury soeben publizierte Liste der 500 ausgewählten Filme in chronologischer Reihenfolge: eine interessante Mixtur aus internationaler Kinematographie, nationaler Filmkultur, Filmklassikern und Unkonventionellem.

Die Jury hat das Jubiläum Mitte September begangen im Rahmen einer Veranstaltung mit Film und Gespräch im Kino des Deutschen Filmmuseums Frankfurt in Anwesenheit von Yolande Zauberman. Zu ihrem Film IVAN und ABRAHAM, der von der Freundschaft zwischen einem christlichen und einem jüdischen Jungen im russisch-polnischen Grenzgebiet Anfang der 30er Jahre erzählt, heißt es in der Begründung der Jury u.a.: "Der Film beschwört eine zerstörte Welt und zeigt, wie das Schtetl vor dem Ausbruch der Vernichtungsgewalt in einem lebendigen Prozeß zwischen Tradition und Aufbruch begriffen war. Wie in den Fotografien Roman Vishniacs oder den Romanen Isaac B. Singers wird Sympathie für den Zauber und die Widersprüche des osteuropäischen Judentums spürbar."

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