Die Jury der Evangelischen Filmarbeit empfiehlt als Film des Monats April 2006:
Good Night, And Good Luck
Regie: George Clooney, Buch: George Clooney, Grant Heslov, USA 2005

Die USA im Jahr 1953: Seit Jahren präsidiert Joseph McCarthy, Senator von Wisconsin, dem Komitee für unamerikanische Aktivitäten und inszeniert eine Hexenjagd gegen vermeintliche Kommunisten und ihre Unterstützer. War das Komitee zwischenzeitlich auch gegen „subversive Propaganda“ aus Hollywood vorgegangen, so konzentriert es sich unter McCarthys Vorsitz vor allem auf Regierungsangestellte und das Militär. Der Film erzählt, wie der CBS-Moderator Edward R. Murrow in seiner Sendung „See it now“ gegen die Entlassung eines Piloten der Luftwaffe mobil macht. Gegen Widerstände im eigenen Haus, vor allem aber gegen den erbittert sich wehrenden McCarthy, gelingt es ihm, den Piloten zu rehabilitieren und den Senator selbst ins Visier einer öffentlichen Untersuchung zu bringen. Nach seinem Erfolg wird die Sendung aus kommerziellen Gründen auf einen unattraktiven Sendeplatz verschoben.
Regisseur George Clooney reduziert die Geschichte kammerspielartig auf den Grundkonflikt zwischen zunehmend unkontrolliert agierenden Vertretern der Staatsgewalt auf der einen und denen der Presse auf der anderen Seite. Seine artifiziellen, den zeitgenössischen "Film Noir" heraufbeschwörenden Schwarz-Weiß-Bilder verleihen dem Film, zusammen mit den Originalaufnahmen von McCarthy und der Ausschussarbeit, einen authentischen, halbdokumentarischen Charakter. Zugleich erzeugen sie die gespannte Atmosphäre eines politischen Dramas, das individuellen Mut und Moral verlangt.
Ohne jemals pädagogisch zu wirken, reflektiert der Film die Rolle und Funktion der Medien, die nach Murrows Auffassung vor der Alternative stehen, die Menschen über die Wirklichkeit aufzuklären oder sie vor ihr abzuschotten. „Good Night, And Good Luck“ plädiert für Rechtsstaat, Bürger- und Menschenrechte jenseits aller Ideologisierungen. Er weckt zugleich Respekt und Bewunderung für die Wahrhaftigkeit, Zivilcourage und Leidenschaft unabhängiger Journalisten in einer exemplarischen Krise demokratischer Gesellschaften.
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USA 2005
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