Layout-Grafik.
 Layout-Grafik.
 Layout-Grafik. Das GEP - Mediendienstleister für die evangelische Kirche
 Layout-Grafik. Kontakte | Anzeigen | Anfahrt | Impressum Layout-Grafik.
 Das Logo vom GEP.
 Das Logo vom GEP.
 Evangelischer Pressedienst (epd).
 Evangelische Medienakademie.
 Kommunikation und Beratung.
 Kirche und Medien.
 Das Gebaude vom GEP.  Das Gebäude vom GEP.
 Mitarbeiter des epd.
 Schulung bei der Medienakademie.
 Mitarbeiterin beim Beratungsgespräch.
 Layout-Grafik.
 Layout-Grafik. Jury der evangelischen Filmarbeit
 Layout-Grafik. Aktueller Film des Monats
 Layout-Grafik. Vorschau auf den nächsten Monat
 Layout-Grafik. Archiv 2005
 Layout-Grafik. Archiv 2004
 Layout-Grafik. Archiv 2003
 Layout-Grafik. Archiv 2002
 Layout-Grafik. Archiv 2001
 Layout-Grafik. Archiv 2000
 Layout-Grafik. Archiv 1999
 Layout-Grafik. Archiv 1998
 Layout-Grafik. Archiv 1997
 Layout-Grafik. Archiv 1996
 Layout-Grafik. Archivliste 1951-1995
 Layout-Grafik. In alphabetischer Reihenfolge
 Layout-Grafik.
 Layout-Grafik.
 Layout-Grafik. Jury der evangelischen Filmarbeit
 Layout-Grafik. Aktueller Film des Monats
 Layout-Grafik. Vorschau auf den nächsten Monat
 Layout-Grafik. Archiv 2005
 Layout-Grafik. Archiv 2004
 Layout-Grafik. Archiv 2003
 Layout-Grafik. Archiv 2002
 Layout-Grafik. Archiv 2001
 Layout-Grafik. Archiv 2000
 Layout-Grafik. Archiv 1999
 Layout-Grafik. Archiv 1998
 Layout-Grafik. Archiv 1997
 Layout-Grafik. Archiv 1996
 Layout-Grafik. Archivliste 1951-1995
 Layout-Grafik. In alphabetischer Reihenfolge
 Layout-Grafik.

  Die Jury der Evangelischen Filmarbeit empfiehlt als Film des Monats Januar 2001:

Ratcatcher
Regie und Buch: Lynne Ramsay

Als der rothaarige Kenny eine tote Ratte triumphierend vor den Augen seines Freundes James hin- und herpendeln lässt, platzt die Freundschaft der beiden Jungen. James wirft Kenny dessen Schuld am Tod seiner weißen Wüstenmaus vor; Kenny verrät, dass er beobachtet hat, wie James beim Spielen einen anderen Jungen in den Kanal gestoßen hat. Als dieser nicht mehr lebend auftauchte, ist James geflohen und verbirgt seitdem das Wissen um den tödlichen Unfall.

In das soziale Elend der 70er Jahre ihrer Heimatstadt Glasgow führt der Erstlingsfilm der jungen schottischen Regisseurin Lynne Ramsay. Seit die Müllwerker Glasgows streiken, häufen sich die stinkenden Müllsäcke vor den Häusern. Die Anwohner nehmen die Verslumung ihres Wohnviertels lethargisch hin. Während die Väter resignieren und die staatliche Stütze vertrinken, sorgen die Arbeiterfrauen für den Haushalt und die Gesundheit der Kinder.

Ramsays detailgenaues Sozialportrait geht nicht dokumentarisch vor, sondern erfasst Verelendung, Gewalt und Überlebenskampf der Hinterhofgesellschaft aus dem Blickwinkel eines einsamen Kindes. Vorübergehenden Trost findet James in den ersten erotischen Annäherungen zu dem verletzten, wehrlosen Nachbarmädchen Margarete Anne. Seine Ausbruchsversuche bleiben Traumvisionen, etwa wenn er mit dem Bus aufs Land fährt und dort eine neue Stadtrandsiedlung mit halbfertigen Einfamilienhäusern entdeckt. In seinem Blick durch die Fensteröffnung des Rohbaus erscheint ein reifes Getreidefeld wie ein kostbares Ölgemälde in einem grauen Rahmen. Die Schluss-einstellung führt wieder zum Kanal zurück. Diesmal taucht James in der dunklen Brühe unter. Den blubbernden Luftblasen entsteigt farbig seine Familie, wie sie erwartungsfroh Möbel durchs Getreidefeld trägt.
RATCATCHER ist mehr als ein Kinderspiel. Er zeigt die Ausweglosigkeit am Rande der Städte, in der bereits die Kinder durch die sozialen Umstände gezwungen werden und in der die Hoffnung sich nur in der Fantasie abbilden lässt. Die Ratcatcher von Glasgow stehen Gerhart Hauptmanns RATTEN näher als dem RATTENFÄNGER VON HAMELN Aus dem illusionslosen Blick des Films spricht Empörung über Bedingungen, die schon Kinder in existenzielle Not bringen.