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EZEF-News
Europa-Premiere von „Moloch Tropical“ im Programm der 60. Berlinale
Raoul Pecks von EZEF unterstützter Film im Berlinale Special
"Moloch Tropical", der neue Spielfilm von Raoul Peck, wir im Rahmen der 60.Berlinale im Sonderprogramm Berlinale Special gezeigt.
"Moloch Tropical" erzählt von den letzten 24 Stunden eines Präsidenten vor seinem Sturz. Auf der hoch in den Bergen gelegenen Festung Laferrière bereitet der "Präsident" - gewählt wurde er demokratisch - eine bizarre Feier seiner Herrschaft vor. Eingeladen zum Staatsbankett sind nicht nur die höchsten Würdenträger des Landes sondern auch zahlreiche Präsidenten aus dem Ausland. Aber schon am Morgen des geplanten Festtages hört der Präsident, dass sich sein Land im Aufruhr befindet. Die Situation des Präsidenten verschlechtert sich von Stunde zu Stunde.
Die Europa-Premiere von „Moloch Tropical“ findet statt am: Montag, 15. Februar 2010, um 21.45 Uhr im Cinema Paris
Nach Haitian Corner (1988) und L’Homme sur les Quais (Der Mann auf dem Quai, 1993) hat Raoul Peck seinen neuen Spielfilm wieder in Haiti gedreht, wo er geboren wurde und wo er die ersten Lebensjahre verbracht hat, ehe er mit seinen Eltern in den gerade unabhängig gewordenen Kongo zog. Nach dem schweren Erdbeben auf Haiti steht die Insel derzeit im Zentrum des Interesses. Zuvor haben sich für Haiti hierzulande nur wenige Menschen interessiert – und es ist deshalb wenig bekannt über die Geschichte und spezifische Kultur dieses Landes, das 1804 als erstes Land der „Neuen Welt“ seine Unabhängigkeit erklärt hat. Raoul Peck, der in Port-au-Prince geboren wurde, war 1996/1997 Kulturminister des Landes. Er ist gleich nach dem Erdbeben dorthin gereist, um seinen Beitrag bei der Bewältigung der Katastrophe zu leisten. „Moloch Tropical“ wurde 2009 fertig gestellt. „Mit diesem Film“, so Raoul Peck, „wollte ich zurückkehren in mein Land. Ich wollte aus einer Shakespeareschen Perspektive den tragischen und törichten Unsinn an den Umwälzungen der letzten 60 Jahre neu in den Blick nehmen. Eine Schlacht um „Demokratie“ bei der keine Gefangenen gemacht wurden. Nirgendwo sonst hat die Realität soviel an Konfusion und Widersprüchlichkeiten hervorgebracht wie in Haiti."
Finanziell gefördert wurde der Film durch das Programm Aktion, Bildung und Publizistik (ABP) des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED). Weitere Auskünfte erhalten Sie bei EZEF.
Stuttgart, den 25.1.2010
Die Pressemitteilung im PDF-Format zum Download
Artikel zuletzt geändert am: Mittwoch, 24. Februar 2010 12:00
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