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EZEF-Film „Das koloniale Missverständnis“ am 16.04.08 im Linden-Museum Stuttgart

 

Das Linden-Museum Stuttgart zeigt den Film „ Das koloniale Missverständnis“ über die deutsche Kolonial- und Missionsgeschichte. Der vom EZEF herausgegebene Film kann kostenlos bei der Evangelischen Medienzentrale Stuttgart ausgeliehen oder als DVD vom EZEF gekauft werden. Hinweisen möchten wir auch auf die ausführliche Arbeitshilfe zu dem Film.

Das koloniale Missverständnis

Mi. 16.04.08, 19:30 Uhr

Dokumentarfilm von Jean-Marie Teno
Kamerun - Deutschland - Frankreich 2004

Einführung Dr. Hermann Forkl

Im Zentrum von Jean-Marie Tenos Film steht die deutsche Kolonial- und Missionsgeschichte. Auf den Spuren der Missionare reist Teno von Wuppertal über Südafrika, Namibia, Kamerun und Togo wieder zurück nach Wuppertal, um dort die Geschichte der "Rheinischen Missionsgesellschaft" zu erkunden. 1828 mit der hehren Absicht gegründet, die christliche Botschaft zu verbreiten, war sie schon nach kurzer Zeit aktiv in die koloniale Unterwerfung Afrikas verstrickt. Teno rekonstruiert die Wechselwirkungen zwischen dem christlichen Ethos der Missionare, handfesten kaufmännisch-kolonialen Interessen und den traumatischen Erlebnissen der Missionierten. Doch Teno - und das macht die große Stärke von „Das koloniale Missverständnis“ aus - verharrt nicht in der Vergangenheit, er thematisiert auch die aktuelle Position der afrikanischen Kirchen und deren politisches Engagement.

Der am 14. Mai 1954 in Famleng (Kamerun) geborene Jean-Marie Teno zählt zu den wichtigsten Vertretern der jungen Generation afrikanischer Filmemacher. Seit 1977 lebt und arbeitet er in Frankreich, doch nach wie vor betrachtet er Kamerun als seine Heimat und wendet deshalb auch immer wieder seinen filmischen Blick dorthin, um den Blick der Afrikaner und der Europäer für Kolonialismus und Neokolonialismus, für Migration, Diktatur und Machtmissbrauch in Afrika zu schärfen.

EUR 4,-/3,-




Artikel zuletzt geändert am: Donnerstag, 27. März 2008 15:11


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