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"Mit den Augen der Anderen: Filme aus und über Mexiko" vom 05.03.08 – 02.07.08 im Treffpunkt Rotebühlplatz

Die Filmreihe „Mit den Augen der Anderen“ widmet sich in jedem Semester einem anderen Länderschwerpunkt. Die von uns ausgewählten Filme zeigen einen Ausschnitt aus der Filmproduktion des jeweiligen Landes. Wir zeigen bemerkenswerte Filme, die einen Blick auf kulturelle, politische und gesellschaftliche Themen des Landes werfen. Um auch authentisch das jeweilige Land zu präsentieren, versuchen wir, wenn möglich, die Filme in ihrer Originalsprache mit deutschen Untertiteln zu präsentieren.
Neben der Filmvorführung gibt es zu jedem Film eine kurze Einführung. Nach dem Film gibt es Gelegenheit zum Gespräch.

 
Mi. 05.03.08: 20.00 Uhr
Amores Perros - Hundeliebe

Mexiko 2000
Regie: Alejandra Gonzáles Inàrritu,  145 Minuten
Sprache: spanisch, OmU
Mit über 35 internationalen Festival– und Kritikerpreisen ausgezeichnet u.a. mit zwei goldenen Palmen in Cannes.

Amores perros ist ein bissiger und bildgewaltiger Film über das Leben und Überleben im Großstadtmoloch der Metropole Mexiko-Stadt, Zuhause von rund 22 Millionen Menschen, Stadt der Superlative in punkto Umweltverschmutzung, Zuwanderung und Verbrechen. In seinem Film versteht es der mexikanische Regisseur meisterhaft, drei unterschiedliche Lebensgeschichten zu erzählen, die durch ein für alle Beteiligten  einschneidendes Ereignis mit Wucht zusammenprallen. Eine Schlüsselrolle kommt dabei den Hunden zu, die als Spiegel der auftretenden Personen fungieren und zusammen mit dem Leitmotiv der unerfüllten, zermürbenden Liebe die thematischen Verbindungspunkte zwischen den drei Episoden darstellen.

 
Mi. 02.04.08: 20.00 Uhr
Echte Frauen haben Kurven

USA 2002
Regie: Patricia Cardoso, 90 Minuten
Sprache: englisch, OmU

Ana ist die Tochter einer mexikanischen Einwandererfamilie, die in Los Angeles lebt. Ein Umfeld das zu einer gewissen Lebensart verpflichtet, die so gar nicht in Anas Interesse ist. Während sie schon im Schmelztiegel Amerikas heimisch ist und mit einem Stipendium in der Tasche das Einwanderer-Biotop Richtung College verlassen möchte, hat ihre resolute Mutter Carmen eher traditionelle Pläne.  Das Töchterchen soll sich zusammen mit den anderen Latinas in der Näherei der Schwester Estela ausbeuten lassen. Und vor allem sich einen Mann zum Bemuttern suchen. Das große Leid von Mutter Carmen: Ana ist in ihren Augen dafür einfach nicht schlank genug.
Beim Sundance Festival war der Film der Publikumsliebling schlechthin und gewann von den Zuschauern zwei Preise für die besten Darsteller.

 
Mi. 04.06.08: 20.00 Uhr
Babel

Mexiko/USA 2006
Regie: Alejandro Gonzáles Inárritu, 148 Minuten
Sprache:englisch-spanisch-japanisch-arabisch-französisch, OmU
Preise (u.a.): Oscar 2007, Golden Globe 2007, Goldene Palme Cannes 2006

Wie der sprichwörtliche Schmetterlingsflügel, der anderorts einen Orkan auslösen kann, hat eine gefährliche Spielerei weltumspannende Konsequenzen.
Zwei marokkanische Jungen spielen mit einem Gewehr, ein Schuss löst sich. Mit einem Schlag wird das Leben von vier voneinander unabhängigen Menschen aus verschiedenen Kontinenten auf den Kopf gestellt. Darunter befinden sich ein amerikanisches Paar, ein japanischer Teenager und sein Vater sowie ein mexikanisches Kindermädchen, das zwei amerikanische Kinder über die Grenze schmuggelt. Keiner der Fremden wird sich jemals treffen, auch wenn sie sich in diesem einen Moment so nah sind, wie Menschen nur sein können.
„Der Regisseur liefert in vier Geschichten auf drei Kontinenten eine meisterhafte Zustandsbeschreibung der globalen Befindlichkeiten auf der ganz großen Weltbühne.

 
Mi. 02.07.08: 20.00 Uhr
Frida Kahlo

USA/Kanada 2002 Regie: Julie Raymor, 123 Minuten
Sprache: englisch, OmU
Darsteller: Salma Hayek, Alfred Molina, Geoffrey Rush, Antonio Banderas, u.a.

Frida Kahlo träumte vom Kommunismus, liebte Männer wie Frauen, war die Muse und auch Leidtragende ihres Mannes Diega Rivera, der sie fortwährend betrog, aber vor allem war sie Künstlerin, die sich auch nicht durch Krankheiten von der Malerei abhalten lies.  In ihren Bildern drückt sie ihre Emotionen aus, gnadenlos ehrlich und oft schockierend. Schnell avancierte die künstlerische, sexuelle und politische Revolutionärin zu einer der meistgeschätzten Persönlichkeiten Mexikos.
„Ein beeindruckender Film, der nicht nur der Malerin, sondern auch ihrer Hauptdarstellerin ein Denkmal setzt.“

 

TREFFPUNKT Rotebühlplatz 28 S-Mitte
Robert-Bosch-Saal
EUR 4.00 / EUR 3.50 ermäßigt
Abendkasse




Artikel zuletzt geändert am: Dienstag, 26. Februar 2008 14:28


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