Filminfo
Eine anständige Firma - Nokia made in China
(A decent factory - Nokia made in China)
Buch & Regie: Thomas Balmès Kamera: Thomas Balmès Schnitt: Catherine Gouze Ton: Pirkko Tiitinen, Thomas Klaabo, Mervi Junkonen Produktion: Making Movies – Margot Films – Artline Films MMIV Dokumentarfilm, DVD, 56 Minuten, OmU Frankreich/Finnland 2004
Inhalt
Wie vereinbart ein Weltunternehmen Gewinnmaximierung mit sozialer Verantwortung? Für Investoren, Firmenmanager und Kunden ist das ein wichtiges Thema. Denn fragwürdige Zustände bei Partnerfirmen in Billiglohnländern sind problematisch und können dem eigenen Image erheblichen Schaden zufügen – vor allem wenn die Aktiengesellschaft in sogenannten Ethischen Anlagefonds gelistet sind, deren Manager Aktionären und Medien gegenüber rechenschaftspflichtig sind.
Der finnische Elektronik-Hersteller Nokia schickt deshalb seine „ethischen Unternehmensberater“ zu einem Zulieferbetrieb nach China, um dessen Arbeitsstandards zu prüfen. Hanna Kaskinen, eine engagierte Finnin und ihre britische Kollegin, die sich in Chinas neuen Weltmarktfabriken bestens auskennt, bilden ein eingespieltes Team, das einige Angestellte vor allem aber das Management befragt. Sie mahnen Arbeitsverträge an, monieren die trickreiche Gestaltung der Mindestlöhne, die die Arbeiterinnen nur dann erreichen können, wenn sie regelmäßig Überstunden machen, und sie fragen auch danach, was mit den jungen Frauen passiert, wenn sie schwanger werden.
Die Diskrepanz zwischen Anspruch und marktpolitischer Realität ist gewaltig. Und dabei gilt es noch zu berücksichtigen, dass die beiden .Beraterinnen diplomatisch und geschickt vorgehen müssen, wenn sie überhaupt etwas erfahren wollen.
Die Frage nach der Reichweite von Standards sozialer Verantwortung (Corporate Social Responsibility), denen sich weltweit operierende Konzerne freiwillig unterwerfen sollen, wird in diesem Film mit Klugheit und unterschwelligem Witz aufgeworfen: als ebenso unverzichtbar wie fragwürdig – und überaus löchrig.
Bio-/Filmographie:
1969 in Paris geboren, studierte Thomas Balmès am Institut Superieur d’Etudes Cinematographiques (ISEC), danach Mitarbeit an verschiedenen Dokumentarfilmen fürs Fernsehen. 1992 Gründung einer eigenen Produktionsfirma und Produktion von zwei Dokumentarfilmen über James Ivory und Michelangelo Antonioni.
1996: Bosnian Hotel 1998 Maharajah Burger. Mad Cows. Holy Cows 2000: The Gospel According to the Papuans 2001: Waiting for Jesus 2004: A Decent Factory In Vorbereitung: Baby(ies)
Zitate:
„Die einzige soziale Verantwortung, die ein Unternehmen hat, ist, Profite zu machen“ Milton Friedman, Nobel-Preisträger für Wirtschaft
„Faszinierend“ Financial Times
„Eine moralische Untersuchung des Profitmachens“, BBC
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