Filmreihe Taiwan und Hong Kong von März bis Juli 2007 in Stuttgart
Die Geschichte des chinesischen Films verläuft in drei unterschiedlichen Entwicklungslinien: dem Film in China, dem Film in Hong Kong und dem Film in Taiwan. Von März bis Juni 2007 stellen wir Ihnen in Teil zwei dieser Trilogie Filme aus Taiwan und Hong Kong vor, die abseits der gängigen Unterhaltsformate - den Martialfilmen oder Action-Thrillern - spannende Geschichten über das moderne Leben in den Großstädten erzählen. Alle Veranstaltungen finden im Treffpunkt Rotebühlplatz in Stuttgart statt. Zu jedem Film gibt es eine kurze Einführung. Wer Lust und Zeit hat, ist im Anschluß zum Gespräch eingeladen.
In the mood for love, Hong Kong 2000, Regie: Wong Kar-wai, 98 Minuten
Hongkong 1962: Zeitungsredakteur Chow zieht mit seiner Frau in ein Haus der Shanghai-Community, ebenso Li-Zhen mit ihrem Mann. Ihre Ehepartner sind zumeist auf Reisen und irgendwann finden sie heraus: Die beiden haben eine Affäre. In ihrer Verzweiflung kommen sich die beiden näher und eine seltsame Beziehung beginnt, irgendwo in der Schwebe zwischen Vertrauen, Liebe und Freundschaft...
07.03.07, 20.00 Uhr
Fallen Angels, Hongkong 1995, Regie: Wong Kar-wai, 96 Minuten
Der Film skizziert das von absoluter Isolation gezeichnete Leben eines Killers und seiner Agentin. Ein Auftrag jagt den nächsten, alles andere wirkt auf den ersten Anschein hin unwichtig. Doch in den Stunden dazwischen sehnt sich jeder der beiden nach Zuneigung. Die Verlogenheit der Menschen wird durch eine äußerst expressive, geradezu wilde Bildsprache visualisiert.
02.05.07, 20.00 Uhr
Der Fluss, Taiwan 1997, Regie: Tsai Ming-liang, 115 Minuten.
Eine seltsame Familie - drei Menschen, die kaum miteinander kommunizieren: Der junge Xiao-kang streift ziellos durch Taipeh; die Frau ist Fahrstuhlführerin, der Mann geht dann und wann in die Schwulensauna. Ein vergifteter Fluss, vergiftete Beziehungen. Keine Erklärungen, keine Filmmusik, kaum Kamerafahrten und trotzdem ein sehr starker Film, der den Hauptpreis des Verbands der Filmjournalisten erhalten hat.
13.06.07, 20.00 Uhr
Yi Yi, Taiwan/Japan 2000, Regie: Edward Yang, 173 Minuten
Yi Yi beginnt mit einer Hochzeit und endet mit einer Beerdigung. Es geht also ums Ganze. Beziehungen voller Emotionen, Krisen, Schicksale verschiedener Generationen einer Mittelklassefamilie in der hektischen Großstadt Taipeh: Der Mann steckt in beruflichen Schwierigkeiten, die Schwiegermutter bekommt einen Herzinfarkt, die Frau geht ins Kloster, eine Jugendliebe taucht wieder auf, der kleine Junge bricht aus der Schule aus..Ein Alltagsmosaik, das souverän montiert ist und in einer geistreichen Komposition mündet.
04.07.07, 19.30 Uhr
Artikel zuletzt geändert am: Donnerstag, 28. Juni 2007 10:27
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