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Preisverleihung Fernsehworkshop Entwicklungspolitik 2005

Zwei von EZEF unterstützte Filme werden im Rahmen des Fernsehworkshop Entwicklungspolitik mit dem Eine Welt Filmpreis NRW 2005 ausgezeichnet

Unter den diesjährigen Preisträgern, die – im Rahmen des Fernsehworkshop Entwicklungspolitik – mit dem Eine-Welt-Filmpreis NRW ausgezeichnet werden, sind zwei Dokumentar-filme von EZEF:
Der 1. Preis geht an „Memories of rain – Szenen aus dem Untergrund“ von Angela Mai und Gisela Albrecht. Ein weiterer Preis geht an „Arlit – das zweite Paris“, von Idrissou Mora-Kpai. Der Regisseur stammt aus Benin und hat an der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) Potsdam-Babelsberg studiert.
Gestiftet ist der Preis vom Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein Westfalen, das damit Filme würdigt, die in besonderer Weise der Vermittlung zwischen den Kulturen dienen und für die Bildungsarbeit geeignet sind. Überreicht wird der Preis durch Minister Armin Laschet.

Die Verleihung der beiden Preise findet statt am:
Donnerstag, 22. September 2005, um 17.00 Uhr im MediaPark 7, Köln

Memories of Rain – Szenen aus dem Untergrund
Zehn Jahre nach dem Ende des Apartheid-Regimes blendet der Film zurück in jene dunklen Jahre der Unterdrückung. Erzählt wird die Geschichte von Jenny Cargill und Kevin Quobosheane – sie aus der weißen, er aus der schwarzen Welt – die beim African National Congress (ANC) gegen die Apartheid gekämpft haben. Ihre Geschichte ist die eines getarnten Lebens unter wechselnden Identitäten, einer Zeit extremer Herausforderungen, aber voller begeisterter Hingabe an  die Vision  einer befreiten Gesellschaft. Es ist aber auch eine Geschichte von der dunklen Seite und den Widersprüchen des Kampfes, an denen die hohen Ideale zu zerbrechen drohen.

Arlit, das zweite Paris
Die Wüstenstadt Arlit liegt im Norden von Niger, nahe der Grenze zu Algerien, und damit an der kulturellen Nahtstelle zwischen Sahara und Schwarzafrika. Ein zweites Paris sollte die Stadt werden, groß, reich und modern. Nach Uranfunden in den 70er Jahren gegründet, erlebte Arlit eine kurze Blütezeit und war Anziehungspunkt einer innerafrikanischen Migration sowohl aus den Nachbarländern wie aus den westafrikanischen Küstenstaaten.
Das hauptsächliche nach Frankreich gelieferte Uran wird zwar noch immer abgebaut, aber schon seit langen gehen die Geschäfte schlecht. Viele der Arbeiter sind von der Radioaktivität des Uranerzes krank geworden. Und Arlit ist heute eher Durchgangsstation afrikanischer Migranten auf dem Weg an die Küste und weiter nach Europa. Aufstieg und drohender Verfall der Stadt Arlit spiegeln so nicht nur die Probleme einer ganzen Region, sondern auch die falschen Versprechungen eines raschen Anschlusses an die europäische Entwicklung.

Finanziell gefördert wurden beide Filme durch das Programm Aktion, Bildung und Publizistik (ABP) des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED). Weitere Auskünfte erhalten Sie bei EZEF.


Stuttgart, den 21.9.2005



Artikel zuletzt geändert am: Donnerstag, 22. September 2005 10:23


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