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Essverhalten und Umweltschutz

ESSVERHALTEN UND UMWELTSCHUTZ – MANGROVENKILLER KRABBENZUCHT
Gustavo Yánez, Deutschland 2002
20 Min., f., Dokumentarfilm, Video VHS
Verleih: EZEF, EMZ 2-19


Kurzinhalt
Ecuador beherbergt bis heute die höchsten und artenreichsten Mangrovenwälder der Welt. Aber von den einst 300.000 Hektar existieren derzeit nur noch rund die Hälfte. Industrielle Garnelenzüchter haben die Pazifikküste des Landes in dramatische soziale und ökologische Konflikte gestürzt. Doch in der Bevölkerung wächst der Widerstand gegen die Naturzerstörung. Es gibt Versuche mit naturverträglicher Krabbenzucht und Umweltzertifikaten. Entscheidend für eine Beendigung der Umweltzerstörung ist jedoch die Verbraucheraufklärung in den Abnehmerländern.


Zum Film
Der weltweite Anstieg des Konsums von Garnelen bedingt eine rasante Zunahme der industriellen Aufzucht dieser Meerestiere in künstlich angelegten Zuchtbecken und bedroht durch den unkontrollierten Einsatz von Chemikalien das einzigartige Ökosystem der Mangrovenwälder, schafft Armut in den betroffenen Regionen, ruft aber auch Widerstand hervor, welcher im Sinne einer nachhaltigen Entwicklungspolitik neue Chancen auf einen respektvollen Umgang mit der Natur eröffnet. Der Film veranschaulicht dieses Bedingungsgefüge am Fallbeispiel Ecuador, dem kleinen Andenstaat am Äquator in Südamerika, der seit dem Shrimps-Boom der 8oer Jahre zum zweitgrößten Shrimpsexporteur der Welt avancierte.
Unberührte Mangrovenwälder in den Flusslandschaften Ecuadors, in welche der Mensch mit Maschinen eindringt, Garnelen auf dem Fließband – mit diesen Eingangsszenen verdeutlicht der Film die Grundproblematik. Die industrielle Garnelenzucht in Ecuador entstand Ende der 60er Jahre und wird seit den 80er Jahren im Zuge der ‚Blauen Revolution’ in großem Stil betrieben. Dies führte und führt weiterhin zu einem unkontrollierten Einsatz von Düngemitteln und Antibiotika, Insektiziden und weiteren Chemikalien. Damit sollen einerseits der Ertrag maximiert, andererseits die durch die Monokultur entstehenden Krankheiten unter den Tieren bekämpft werden – ein Teufelskreis, der nicht wirklich durchbrochen ist, weil nur etwa 50 % der Schädigungen behoben werden können. Die Industrie reagiert darauf mit der künstlichen Züchtung von Futtermitteln für die Garnelen und dem Import von Zuchttieren. Dadurch werden aber weitere Krankheiten eingeschleppt, welche zwar natürlich vorkommen, aber durch die Massenzucht epidemieartig zunehmen. 1999 löste der Weißfleckvirus in Ecuador eine Epidemie mit katastrophalen sozioökonomischen und ökologischen Folgen aus. Millionen von Zuchttieren verendeten, Laboratorien, kleine und mittelständische Betriebe mussten geschlossen werden. Im Jahr 2000 brachen die bislang sehr guten Produktionsergebnisse ein und seitdem liegen tausende von ehemaligen Garnelenzuchtbecken brach, weil der versalzene Boden nicht mehr genutzt werden kann. Den Schaden haben Natur und Mensch.
Die ungebremste Zerstörung der Natur und der Lebensgrundlagen der Küstenbevölkerung durch die Garnelenindustrie löst wachsenden Widerstand aus, besonders im Süden Ecuadors, wo z.B. in der Provinz El Oro traditionell arbeitende Krebssammler von den Mangrovenwäldern leben. Dieser Widerstand ist gegen die ungehemmte Ausweitung der Garnelen-Aquakultur gerichtet und artikuliert sich in organisierten Protesten. Auf diese reagiert der Staat zwar mit verschärften Verordnungen zum Schutz der Mangroven, aber das seit 1994 bestehende generelle Abholzungsverbot blieb bislang ohne großen Erfolg.
Nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO sind weltweit bereits über 50 Prozent der 17 Millionen Hektar Mangrovenwälder zerstört. Die Umweltministerin von Ecuador bestätigt die Wirkungslosigkeit staatlicher Sanktionen und verweist auf die Verantwortung der Konsumenten, welche über ihre Nachfrage diesen Markt regulieren könnten. Sie fordert die Konsumenten der Abnehmerländer auf, nur Ware mit Ökosiegel zu kaufen und Produkte der Firmen zurückzuweisen, welche die Ökosysteme zerstören. Solange aber die große Nachfrage nach Billigprodukten bestünde, würde die Garnelenindustrie trotz der bekannten Schäden weiter expandieren, um Verluste auszugleichen und auf dem Weltmarkt bestehen zu können.
Es gibt aber in Ecuador auch Firmen, welche Garnelen in nachhaltiger Aquakultur umweltverträglich, d.h. ohne Chemikalien und Pestizide produzieren. Ihre Zahl ist noch gering und nur die Produkte einer einzigen Garnelenfarm sind bislang mit dem ökologischen Siegel von „Naturland“ ausgezeichnet. Solche Farmen arbeiten ökonomisch rentabel und weisen einen Weg, auf dem der Zerstörung der Mangrovenwälder Einhalt geboten werden kann. Dadurch haben die seit langem dort ansässigen Menschen, für die der Wald Lieferant ihrer Nahrung und Subsistenzgrundlage ist, eine Überlebenschance. Diese „Ureinwohner“ sind Nachfahren afro-amerikanischer Sklaven, die während der spanischen Kolonisation vor ihren Herren in die Mangrovenwälder geflüchtet sind. Der Rückgang der Wälder beraubt sie ihrer Lebensgrundlage und viele wandern in die Großstädte ab oder verdingen sich als Arbeiter in den Garnelenfarmen. Besonders hart trifft es die Muschelsammlerinnen, die Conjeras, die mit dem Sammeln von Muscheln zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen. Der Ertrag ihrer Arbeit hat sich durch die Umweltschäden mittlerweile auf 20 Prozent reduziert.  Von der Zerstörung besonders betroffen ist die Provinz Esmeralda im Nordwesten Ecuadors. Auch hier entwickelt sich aktiver Widerstand gegen die industrielle Garnelenzucht. Im Norden von Esmeralda gibt es z.B. das Mangrovenschutzgebiet Cayas Mataje, in welchem intensive Wiederaufforstung betrieben und so der Verarmung der Einheimischen entgegengewirkt wird. Das Bewusstsein von der Notwendigkeit nachhaltiger Aquakultur ist in vielen Gemeinden vorhanden, welche sich nunmehr organisieren und die industriell arbeitenden Unternehmen auffordern, die Gesetze einzuhalten. Zudem verlangen sie vom Staat, Gebiete in der Schutzzone nur mehr an solche Firmen zu verpachten, die sie umweltschonend behandeln. Initiator dieser Entwicklung ist die seit 1998 bestehende Stiftung für lokale Selbstverwaltung in Esmeralda, welche Pläne zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder entwickelt hat.
Den Naturreservaten und den Menschen droht aber eine neue Gefahr. Am Rande der Reservate entstehen auf den abgeholzten Mangrovenwaldgebieten Plantagen von Ölpalmen. Diese werden wiederum in Monokultur und mit dem Einsatz von Chemikalien betrieben. Ein Teufelskreis, der trotz aller Bemühungen zur Bewahrung der Mangrovenwälder zum Verlust dieses „unschätzbaren Guts“ führen kann.


Zur Verwendung
Die boomende Nachfrage nach Garnelen in den Industrieländern ist das Ergebnis einer intensiven Werbung und einer Ernährungsmodeerscheinung, der zufolge das Garnelenangebot immer größer wird. Sie werden in teuren Restaurants verspeist, Supermarktketten bieten sie unter den Namen wie Tiger Shrimps, King Prawns, Scampi usw. an und seit einiger Zeit führen auch Fastfood-Restaurants Shrimps in unterschiedlicher Zubereitung auf ihren Speisekarten. So ist aus einem ehemals exklusiven und einer wohlhabenden Schicht vorbehaltenen Produkt ein Massennahrungsmittel geworden. Die wenigsten Konsumenten aber sind sich dessen bewusst, dass dieser Massenkonsum nur durch eine intensive Produktion in Garnelenzuchtbecken abgedeckt werden kann, welche für die He-stellerländer verheerende Folgen hat und auch für die Abnehmerländer Risiken mit sich bringt.
Durch die Berichterstattung der Medien über die Einfuhrstopps von indischen Zuchtgarnelen in die EU bildete sich zwar ansatzweise ein Problembewusstsein auch bei Jugendlichen, aber die Bereitschaft zu einer Änderung des allgemeinen Konsumverhaltens ist nach wie vor gering. Der Einsatz des Films an Schulen und in der außerschulischen Bildung kann hierzu einen wichtigen Beitrag leisten, da er anschauliche Informationen zu den Risiken und Auswirkungen der Garnelenzucht enthält, Hintergründe beleuchtet, Strategien des gewaltlosen Widerstands aufzeigt und Argumentationsmaterial für den Konsum von Produkten aus ökologisch- und sozioökonomisch-verträglicher Herstellung bietet. Es sind oft gerade die Jugendlichen, welche über so genannte Bio-Lebensmittel die Nase rümpfen und ihren Fastfood-Konsum mit ihrem begrenzten Taschengeldbudget rechtfertigen. Der Film provoziert aufgrund seiner ökologischen und sozialen Brisanz Diskussionen, welche bewusstes Verbraucherverhalten bei jungen Menschen erzeugen und fördern kann. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zu einem verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt und schärft den Blick für die globalen Zusammenhänge von Armut und Reichtum auf dieser Welt. 


I. Hauptschule, Berufsschule, berufliche Schulen,  Realschule, Sek. I an Gymnasien, integrierte Gesamtschule

Unterrichtsablauf:
Präsentation des Films – Inhaltsbeschreibung – Erläuterung wichtiger Begriffe wie ‚Blaue Revolution’ und ‚Nachhaltige Aquakultur’ – Erarbeitung des Problemzusammenhangs im Lehrer-Schüler-Gespräch – Festlegung der Einzelthemen

Die Bearbeitung der Einzelthemen ist in Gruppenarbeit oder in Form von Einzelreferaten vorstellbar, deren Ergebnisse in Form von Thesen-und Informationspapieren zusammengetragen werden und zur Diskussion anregen sollen.

Vorschläge für Einzelthemen, die mit dem Film erarbeitet werden können:

Die industrielle Garnelenzucht am Beispiel Ecuadors

• Produktionsverfahren industrieller Garnelenzucht - Spezialthema:
Der Einsatz von Antibiotika in der Aquakultur
• Auswirkungen auf die Mangrovenwälder, die Gewässer und die Küstenregionen (ökologische Folgen)
• Auswirkungen auf die Bewohner der Mangrovenwälder (Sozioökonomische Folgen) Auswirkungen auf die Conjeras, die Muschelsammlerinnen

Nachhaltige Garnelenzucht in Ecuador

• Verfahrensweise ökologisch verträglicher Garnelenzucht (Produktionsverfahren)
• Auswirkungen auf das Ökosystem der Mangrovenwälder (ökologische, sozioökonomische Folgen)
• Alternative Entwicklungskonzepte, umweltbewusstes Verbraucherverhalten bei uns; Selbsthilfeorganisationen und Widerstand in Ecuador

II. Sekundarstufe II an Gymnasien, Fachoberschule, Berufsoberschule, Wirtschaftsgymnasium

Arbeitsaufträge:
Einführung des Problemzusammenhangs über eine Analyse des Filmtitels;
Erarbeitung der Filminhalte wie oben beschrieben;
Eigenständige Erarbeitung der Problembereiche nach der Präsentation des Films

Über den Inhalt hinausgehend bieten sich folgende Themen zur Bearbeitung an:
- Wirtschaftsstruktur Ecuadors und wichtige wirtschaftliche Daten
- Mangrovenwälder Ecuadors und Asiens
- Leben und traditionelles Wirtschaften der Bewohner der Mangrovenwälder
   Ecuadors
- Conjeras (Muschelsammlerinnen)
- Begriff ‚Blaue Revolution’
- Begriff ‚Nachhaltige Aquakultur’
- Provinz Esmeralda in Ecuador
- Umweltorganisationen in Ecuador
- Öko-Siegel von Naturland
- Garnelen auf dem deutschen Markt
- Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Ecuador
- Handelspolitik der Europäischen Kommission
- Wirtschaftliche Probleme Ecuadors in Folge der Dollarisierung der Währung

Anregung: Um den Schülern einen Überblick über das Angebot an Garnelen zu vermitteln, lohnt es sich, mit diesen in Supermärkte und Bioläden auf ‚Schnuppertour’ zu gehen.


Weiterführende Informationen
Blaue Revolution
Dieser Begriff entstand zu Beginn der 80er Jahre und bezeichnet den Übergang von der herkömmlichen Produktion maritimer Nahrungsmittel durch Fischfang zur massenhaften Produktion in technisch aufwändigen Zuchtbetrieben, den so genannten Aquakulturen. Unterstützt von der FAO (Food and Agriculture Organisation/Welternährungsorganisation), der Weltbank, dem US-Entwicklungsbüro AID sowie der Europäischen Kommission wurde eine immense Nahrungsindustrie aufgebaut, die dazu dienen sollte, sinkende Erträge in der Fischerei auszugleichen und die Gewässer für die exportorientierte Nahrungsmittelproduktion nutzbar zu machen. Analog zur ‚Grünen Revolution’ (Großflächiger Intensivanbau von Früchten wie Soja, Bananen usw. mittels Bewässerung, Dünger- und Pestizideinsatz in den Ländern des Südens) wurde diese Umstellung von Versprechungen wie der Schaffung von Arbeitsplätzen, der besseren Ernährung der Küstenbevölkerung und dem Ausbruch aus dem Armuts- und Schuldenkreislauf begleitet. Durch intensive Werbung für die Produkte stieg die Nachfrage in den USA, Westeuropa und Japan rasant an und endete schließlich in einer ökologischen und sozialen Katastrophe für die Herstellerländer Der Film beschreibt ein Beispiel dazu. Der Bevölkerung gingen dadurch wesentlich mehr Arbeitsplätze und Einkommensquellen verloren, als die industrialisierte Garnelenzucht bieten konnte, denn ein Hektar intakter, traditionell bewirtschafteter Mangroven kann zehn Familien ernähren, während eine 100 bis 500 Hektar große Garnelenfarm nur Arbeitsplätze für 5 bis 6 Personen schafft. Die Küstenbevölkerung sieht sich ihrer Lebensgrundlage beraubt, verelendet oder wandert in die Städte bzw. ins Ausland ab.

Die Aquakultur ist der am schnellsten wachsende Sektor der Nahrungsmittelproduktion auf der Welt. Allein die weltweite Zucht von Garnelen hat sich seit 1984 um mehr als das Fünfeinhalbfache auf 1,3 Millionen Tonnen pro Jahr gesteigert. Aber die industrielle Garnelenzucht wurde für die produzierenden Volkswirtschaften ein Minusgeschäft, da die Nettogewinne gering bleiben, weil die Chemikalien und das Futter in Devisen bezahlt werden müssen und die Verarmung der Küstenbevölkerung und die Umweltzerstörung den Staatshaushalt belasten.
(Quelle:
www.fian.de)

Bio-Garnelen aus Aquakultur
Umweltbewusste und global verantwortlich handelnde Konsumenten meiden aus den Gründen, die im Film aufgezeigt werden, Garnelen aus Drittländern und kaufen Bio-Garnelen
Es gibt zwar für die Mitgliedstaaten der EU seit 1993 die EU-Öko-Verordnung (2092/91), in der Mindeststandards für Lebensmittel mit dem Hinweis auf den ökologischen Anbau festgelegt sind. Maritime Nahrungsmittel sind aber bis heute noch nicht in diese Verordnung aufgenommen worden. Deshalb unterliegen die auf dem deutschen Markt angebotenen Öko-Garnelen Richtlinien von „Naturland“, einem Verband für naturgemäßen Landbau und eine der großen international tätigen Zertifizierungsorganisationen im ökologischen Landwirtschaftsbe-reich. „Naturland“ startete Anfang 1999 ein Pilotprojekt zur ökologischen Garnelenproduktion in Ecuador mit  finanzieller Unterstützung der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit mbH (GTZ), dem sich mittlerweile sechs Betriebe in Ecuador und Peru sowie je eine große Erzeugergruppe in Vietnam und Java angeschlossen haben. Die weltweit ersten Öko-Shrimps wurden im Dezember 2000 nach Europa exportiert, seit 2003 sind sie auch in Deutschland erhältlich. (Quelle:
www.naturland.de, www.deutsche-see.de)
Antibiotika in Garnelen und Verbraucherrisiko in Deutschland.)
Nur etwa die Hälfte der in Deutschland verzehrten Garnelen stammt aus Drittländern wie Thailand, Bangladesh, Indien und Vietnam, der Import aus Ecuador ist vergleichsweise zurückhaltend. Zusammen mit den importierten Eismeergarnelen und Nordseekrabben belief sich die Einfuhr z.B. im Jahr 2000 insgesamt auf 24.977 t. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Garnelen liegt mit 0,54 kg in Deutschland relativ niedrig und liegt weit hinter Frankreich und Spanien (nähere Angaben und Zahlenmaterial unter
www.globefish.de).  
Diese Fakten sind im Zusammenhang mit dem Skandal um die mit den Antibiotika Chloramphenicol und Nitrofura verseuchten Garnelen aus asiatischen Ländern interessant und die Bundesforschungsanstalt für Fischerei (BFA) nimmt an, dass für den deutschen Verbraucher in Bezug auf Chloramphenicol kein akutes Risiko besteht. Nicht gesichert sind dagegen die Untersuchungen zu den Auswirkungen von Nitrofuran in Garnelen.

Das Europäische Schnellwarnsystem der EU
Seit etwa eineinhalb Jahren gibt es innerhalb der EU ein Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel, welches dem Informationsaustausch über Maßnahmen gegen potentielle Gesundheitsrisiken bei Lebens- und Futtermittel dient. Die nationalen Behörden – die deutsche Kontaktstelle ist das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) – senden ihre Berichte an die
Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, diese leitet nach eingehender Bearbeitung alle zur Risikoanalyse erforderlichen Angaben an die europäische Kommission und an alle Mitgliedstaaten weiter. (Quelle:
www.bfa-fish.de)

Schlagwörter
Umweltprobleme, Mangrovenwälder; Aquakultur; Ökosystem, Krabbenzucht, Nahrungsmittelproduktion – Ernährung/Konsumverhalten, Blaue Revolution, Landwirtschaft

Lernziele
Einblick gewinnen in:
- die Verfahrensweise der industriellen Aquakultur
- die Strategien nachhaltiger Aquakultur
- die traditionelle Arbeitsweise der Bewohner der Mangrovenwälder Ecuadors
- das Ökosystem der Mangrovenwälder
- die ökologischen und sozioökonomischen Auswirkungen der industriellen Garnelenzucht in Ecuador
- politische und alternative Lösungskonzepte auf nationaler und internationaler Ebene
- die Notwendigkeit umweltbewussten Verhaltens im Konsumbereich Formen des verantwortungsvollen Umgangs mit der Umwelt

Internet
www.thinkshrimp.de/ www.fian.de
(Sehr umfangreiche und für die Schüler leicht verständliche Zusammenstellungen von Informationen zu den Hintergründen der Shrimpszucht und ihrer Auswirkungen; u.a. auch Info spezial: Shrimps und Frauen)
www.greenpeace.at
bzw.
www.greenpeace.org
(Interessantes Material über das Ökosystem der Mangrovenwälder, Antibiotika in der industriellen Meeresfrüchte-Produktion, Widerstand gegen die Shrimps-Industrie mit einer Beschreibung wichtiger Organisationen und die Auswirkungen im Allgemeinen)
www.naturland.de/
www.naturkost.de/schrotundkorn/2003/
www.deutsche-see.de
(Informationen über Öko-Produkte sowie Hintergrundinformationen)
www.brot-fuer-die-welt.de
(Shrimps-Zucht in Asien/Bangladesh)
www.bfa-fish.de
(Politische Dimension der Aquakultur)
www.auswaertiges-amt.de /
www.globefish.de
(Länderinfos und Zahlenmaterial)

Medienhinweise
BLUMENFRAUEN
Jorge Bejarano, Kolumbien 1998
52 Min., f., Dokumentarfilm, OmU
Verleih 16mm: EZEF, EMZ 2,4-6,8,12,13
Verleih Video: EZEF, EMZ 1,2,6,7,10-13,15

MIT DEN BÄUMEN STERBEN AUCH DIE WÄLDER
Michael Enger, Deutschland 1998
30 Min., f., Dokumentarfilm, Video
Verleih: EZEF, EMZ 2-19

Juni 2005                                                                               Helma Schumertl



Artikel zuletzt geändert am: Donnerstag, 25. August 2005 15:03


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