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Filmland Afrika - Oktober 2005 bis Februar 2006

Veranstaltungsreihe in Stuttgart. Eine Kooperationsveranstaltung von EZEF, volkshochschule Stuttgart und Landesmedienzentrum

Filme aus Afrika

Der Afrika-Korrespondent der Frankfurter Rundschau sprach im Sommer von einer "regelrechten Afrika-Euphorie", die er derzeit erlebe. NEPAD, der afrikanische Partnerschaftsbund und neue Aktivitäten der Afrikanischen Union erscheinen ihm als hoffnungsvolle Entwicklungen.
Was Filme aus Afrika angeht, so finden zwar nicht allzu viele den Weg in die deutschen Kinos – aber bei der diesjährigen Berlinale wurde erstmals ein afrikanischer Film mit dem begehrten Goldenen Bären ausgezeichnet.
Und die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb widmet dem Kontinent mit "Fokus Afrika: Africome 2004-2006" einen mehrjährigen Schwerpunkt, dem wir uns mit unserer Reihe "Mit den Augen der Anderen" gerne anschließen.
Denn das Wissen um die komplexe politische, gesellschaftliche und kulturelle Realität in Afrika ist hierzulande erschrecken gering. In den Medien und der Vorstellung der meisten Menschen dominieren Katastrophenmeldungen und Horrorszenarien.
Bilder prägen unser Welt-Bild und deshalb liefern uns Filme nicht nur unvergessliche Bilder, sondern sie sind auch geeignet, uns neue Sichtweisen zu ermitteln.
Afrikanische Filme erzählen ihre Geschichte aus der Perspektive Afrikas, und sie erzählen sie vor dem Hintergrund ganz unterschiedlicher politischer, historischer und kultureller Erfahrungen – denn so wenig es den europäischen Film gibt, so wenig gibt es den afrikanischen Film.
Wir laden Sie ein, zur filmischen Reise auf unseren südlichen Nachbarkontinent. Nach den Filmen bieten wir die Möglichkeit zum Gespräch.
Mit freundlicher Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung. Veranstaltet im Rahmen von "Fokus Afrika, Africome 2004-2006", in Zusammenarbeit mit EZEF.
 
 
 
Buud  Yam
Burkina Faso 1996
Regie: Gaston Kaboré
OmU, 97 Minuten
Ab 12 Jahren

Der Film spielt zu Beginn des 19. Jahrhunderts und erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, namens Wênd Kûuni. Dieser begibt sich auf eine lange, abenteuerliche und  gefährliche Reise, um jenen Heiler zu finden, von dem es heißt, nur er könne seine Schwester Pugheere wieder gesund machen. Die Reise zu dem Heiler wird für Wênd Kûuni zu einer Suche nach seiner eigenen Identität. Buud Yam bedeutet auf Mooré "das Erbe" im spirituellen wie im moralischen Sinne.

Mi 05.10.05
20.00 Uhr
Don 06.10.05
10.00 Uhr
TREFFPUNKT Rotebühlplatz
Robert-Bosch-Saal
€ 4.50
€ 3.50 ermäßigt
Karten an der Abendkasse

Do 06.10.05
10.00 Uhr
TREFFPUNKT Rotebühlplatz
Robert-Bosch-Saal
S-Mitte
Schulveranstaltung:
€ 3.00
Telefonische Vorbestellung: 0711-1873-881


Yeelen - Das Licht
Mali, F, D 1987
105 Minuten
Regie: Souleymane Cissé
OmU, 105 Minuten

Der junge Nianankoro steht an der Schwelle zum Erwachsenensein und soll deshalb mit dem Wissen und den Fähigkeiten vertraut gemacht werden, die es ihm ermöglichen, die ihn umgebenden Kräfte zu beherrsche. Sein Vater, ein mächtiger Magier, möchte aber mit allen Mitteln verhindern, dass ihm sein Sohn ebenbürtig wird. Er ist sogar bereit, ihn notfalls zu töten. Doch dies weiß Niankoros Mutter zu verhindern. Sie schickt ihren Sohn auf Reise, wo er jenes Wissen erwerben soll, das es ihm erlaubt, seinem Vater gegenüber zu treten.

Mit 09.11.05
20.00 Uhr
TREFFPUNKT Rotebühlplatz
Robert-Bosch-Saal
S-Mitte
€ 4.50
€ 3.50 ermäßigt
Karten an der Abendkasse

Abouna - Der Vater
Tschad; F 2002
Regie: Mahamat-Saleh Haroun
OmU, 85 Minuten
Soundtrack: Ali Farka Touré

Preis der Internationalen Filmkritik, Kerala 2003 Einer der besten Filme des Jahres, auch im internationalen Vergleich. Ein zukünftiger Klassiker, das ist sicher. TimeOut, London "Ein großartiger Film", Le Figaro, Paris Tahir und sein jüngerer Bruder Amin leben in Ndjamena, der Hauptstadt des Tschad. Als ihr Vater auf geheimnisvolle Weise verschwindet, beginnen die beiden, die Schule zu schwänzen und machen sich auf die Suche nach ihm. Bei einem Kinobesuch glauben sie, sein Gesicht auf der Leinwand wiederzuerkennen.
Doch ihr Versuch, die Filmrolle aus dem Kino zu klauen, scheitert. Si werden erwischt und der Polizei übergeben. Ihre überforderte Mutter schickt sie daraufhin in ein abgelegenes Dorf. In einer strengen Koranschule sollen sie wieder zur Ordnung erzogen werden.
Mit seiner anrührenden Geschichte erzählt der Film vom Alltag im Tschad, einem der ärmsten Länder der Erde, von seinen weiten Horizonten, von der Sehnsucht nach dem Meer, vom Leben ohne Vater, von einer sehr kurzen Kindheit und von der innigen Beziehung zweier Geschwister.

Mi 7.12.05
10.00 und 20.00 Uhr
TREFFPUNKT Rotebühlplatz
Robert-Bosch-Saal
S-Mitte
€ 4.50
€ 3.50 ermäßigt
Karten an der Abendkasse


Faat Kiné
Senegal 2001
Regie: Ousmane Sembene
OmU, 120 Minuten

Ganz auf sich allein gestellt, hat Faat Kiné ihre Kinder großgezogen und sich von einer kleinen Kassiererin an einer Tankstelle zur anerkannten Geschäftsführerin einer Werkstatt in der senegalischen Hauptstadt hochgearbeitet. Unterstützung findet sie bei ihrer Mutter und im Kreis ihrer Freundinnen, die wie sie als unabhängige Geschäftsfrauen tätig sind. Aber dennoch droht ihr nach dem Wegzug der Kinder Einsamkeit. In einer komödiantischen Nebenhandlung schaffen es ihre Töchter, den verwitweten Vater eines Freundes mit ihrer Mutter zusammenzubringen.
Der senegalesische Schriftsteller und Regisseur Ousmane Sembène hat mit feinem Gespür und Humor eine Hommage an die Frauen Afrikas geschaffen: an ihre Solidarität, ihr Selbstbewusstsein und ihre Verlässlichkeit, die dem Kontinent eine Zukunft ermöglichen - trotz aller Widrigkeiten, die sowohl der Globalisierung des afrikanischen Alltags wie aus einheimischen Traditionen entspringen.

Mi 01.02.05
20.00 Uhr
TREFFPUNKT Rotebühlplatz
Robert-Bosch-Saal
S-Mitte
€ 4.50
€ 3.50 ermäßigt
Karten an der Abendkasse



Evangelisches Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit
Kniebisstraße 29, 70188 Stuttgart
Telefon: 0711 - 28 47 243, Fax: 0711 - 28 46 936
Mail: info@ezef.de

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