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EZEF-Filme und Veranstaltung auf dem 20. Dokumentarfilmfestival München 2005

Zwei von EZEF unterstützte Filme im Programm des 20. Dokumentarfilmfestival München
Begleitveranstaltung von FWU und EZEF mit „Zur Ehe gezwungen“

„Mahaleo“ von Raymond Rajaonarivelo und Cesar Paes hat im Rahmen des 20. Dokumentarfilmfestival München seine Premiere in Deutschland:

Der in Frankreich bereits erfolgreich im Kino angelaufene Dokumentarfilm „Mahaleo“ portraitiert die Musiker der gleichnamigen Gruppe. Die Band Mahaleo formierte sich während eines Streiks am Vorabend der Revolution in Madagaskar. Ihre kritischen Lieder begleiten und reflektieren seit dieser Zeit den Gang der Ereignisse auf der im Indischen Ozean gelegenen Insel und ihre populäre Musik prägt seit dreißig Jahren Bewusstsein und Leben in Madagaskar. "Mahaleo" bedeutet in der Sprache der Madagassen Freiheit und Unabhängigkeit.

Die Premiere von „Mahaleo“ findet statt am:
Donnerstag, 12. Mai 2005, um 20.00 Uhr im Filmmuseum

Der Dokumentarfilm „Arlit, deuxième Paris“ von Idrissou Mora-Kpai wurde bereits bei mehreren Internationalen Festivals gezeigt (Berlin, Fribourg, FESPACO, Milano). Beim 20. Dokumentarfilmfestival München läuft er in der Reihe Horizonte.

Die Wüstenstadt Arlit liegt im Norden von Niger, nahe der Grenze zu Algerien, und damit an der kulturellen Nahtstelle zwischen Sahara und Schwarzafrika. Ein zweites Paris sollte die Stadt werden, groß, reich und modern. Nach Uranfunden in den 70er Jahren gegründet, erlebte Arlit eine kurze Blütezeit und war Anziehungspunkt einer innerafrikanischen Migration sowohl aus den Nachbarländern wie aus den westafrikanischen Küstenstaaten.
Das hauptsächlich nach Frankreich gelieferte Uran wird heute noch immer abgebaut. Aber die Geschäfte gehen schlecht, viele der Arbeiter sind von der Radioaktivität des Uranerzes erkrankt und so ist Arlit heute eher Durchgangsstation afrikanischer Migranten auf dem Weg an die Küste und weiter nach Europa. Arlits Aufstieg und drohender Verfall spiegeln nicht nur die Probleme einer Region, sondern auch die falschen Versprechungen eines raschen Anschlusses an die europäische Entwicklung.

Arlit, deuxième Paris“ wird gezeigt am Montag, 9. Mai 2005, um 17.30 Uhr Rio Filmpalast


Bei einer Sonderveranstaltung, die anlässlich des 20. Internationalen Dokumentarfilmfestivals im Literaturhaus stattfindet, präsentieren FWU und EZEF die Dokumentation von Renate Bernhard und Sigrid Dethloff:
 
Sie sind in Deutschland geboren oder hier aufgewachsen. Doch anders als bei ihren deutschen Altersgenossen suchen ihre Eltern ihren Ehepartner aus. Viele Immigrantenfamilien halten auch nach jahrzehntelangem Leben im Gastland an den Traditionen ihrer Heimat fest und pflegen dabei einen Wertekonservatismus, der sich mitunter im Herkunftsland schon überholt hat. Die Kinder der ersten oder zweiten Migrantengeneration, die aufbegehren und sich dem Willen der Eltern nicht mehr beugen wollen, müssen oft mit schwerer Gegenwehr rechnen.

Zur Ehe gezwungen – Frauen fliehen aus ihren Familien
Montag, 9. Mai 2005, im Literaturhaus, 14.00 Uhr

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltungen finden Sie unter: http://www.fwu.de/aktuell/aktuell-2005_03_05.html

Finanziell gefördert wurden die Filme durch das Programm Aktion, Bildung und Publizistik (ABP) des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED).
Weitere Auskünfte erhalten Sie bei EZEF.   

Stuttgart, den 27.4.2005


Evangelisches Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit
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