Link zum Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik
Über das EZEF
Verleih
Veranstaltungen
EZEF-News
EZEF Filminfo
EZEF-Arbeitshilfen
Presse-Informationen
Ihr Kontakt zu uns!
Interessante Links
Suchen Sie in unserem Katalog!
Link zur EZEF Startseite

Evangelisches Zentrum
für entwicklungsbezogene Filmarbeit



    Link zur eed Startseite

EZEF-News



Zwei EZEF-Filme im Programm der Berlinale 2005

- Uraufführung von „Arlit, deuxième Paris“ im Internationalen Forum des jungen Films
- deutsche Premiere von „Waiting for the Clouds“ (Bulutlari Beklerken) im Panorama

Der Dokumentarfilm „Arlit, deuxième Paris“ von Idrissou Mora-Kpai, der an der Hochschule für
Film und Fernsehen (HFF) Potsdam-Babelsberg studiert hatte, wird im Rahmen des 35. Forum des Internationalen Films uraufgeführt.

Die Wüstenstadt Arlit liegt im Norden von Niger, nahe der Grenze zu Algerien, und damit an der kulturellen Nahtstelle zwischen Sahara und Schwarzafrika. Ein zweites Paris sollte die Stadt werden, groß, reich und modern. Nach Uranfunden in den 70er Jahren gegründet, erlebte Arlit eine kurze Blütezeit und war Anziehungspunkt einer innerafrikanischen Migration sowohl aus den Nachbarländern wie aus den westafrikanischen Küstenstaaten.
Uran, das hauptsächliche nach Frankreiche geliefert wird, wird heute noch immer abgebaut. Aber die Geschäfte gehen schlecht, viele der Arbeiter sind von der Radioaktivität des Uranerzes krank geworden und so ist Arlit heute eher Durchgangsstation afrikanischer Migranten auf em Weg an die Küste und weiter nach Europa geworden. Arlits Aufstieg und drohender Verfall spiegeln so nicht nur die Probleme einer Region, sondern auch die falschen Versprechungen eines raschen Anschlusses an die europäische Entwicklung.

Die Premiere von „Arlit, deuxième Paris“ findet statt am:Samstag, 12. Februar 2005, um 17.00 Uhr im Kino Cinestar 8

Mit ihrem neuen Spielfilm „Waiting for the Clouds“, der im Panorama gezeigt wird, setzt sich Yesim Ustaoglu erneut mit einem Tabu-thema in der türkischen Geschichtsschreibung auseinander – „Reise zur Sonne“ lief 1999 im Wettbewerb.

Trabzon, eine türkische Küstenstadt am Schwarzen Meer ist Schauplatz der Geschichte, die in den 70er Jahren einsetzt – noch regiert der Kalte Krieg – und dann zurückblendet in die 20er Jahre. Die in der Region lebenden Pontischen-Griechen müssen wegen der griechisch-türkischen Auseinander-setzungen überstürzt fliehen. Viele von ihnen sterben auf der Flucht oder bei der Deportation. – Ayshe, damals noch ein kleines Kind, war auch auf der Flucht, verlor dabei Mutter und Schwester und sie weiß nicht, was aus ihrem Bruder geworden ist, den die Mutter ihr noch vor ihrem Tod anvertraut hatte. Ohne ihr Verschulden wurde sie von ihrem Bruder getrennt und leidet deshalb noch immer unter Schuldgefühlen.

Die deutsche Premiere von „Waiting for the Clouds“ ist am
Freitag, 11. Februar 2005, im Zoo Palast, 22:00 Uhr

Finanziell gefördert wurden beide Filme durch das Programm Aktion, Bildung und Publizistik (ABP) des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED). Weitere Auskünfte erhalten Sie bei EZEF.

Hinweisen möchten wir auch auf Raul Pecks neuen Spielfilm, “Sometimes in April” der im Wettbewerb der Berlinale seine Premiere hat. Der Film beschäftigt sich mit dem Genozid in Ruanda. Damit wendet sich Raoul Peck nach „Lumumba“ erneut der Region der Großen Seen zu – er hatte einige Jahre seiner Kindheit in Kongo (Zaire) gelebt. „Lumumba“ war in den USA ein großer Erfolg, sowohl im Kino wie im Fernsehen. Daraufhin finanzierte HBO Raoul Pecks neuen Film. Der Film wurde am 22. Januar im Stadion von Kigali, Ruanda, uraufgeführt.

Stuttgart, den 27.1.2005



Artikel zuletzt geändert am: Mittwoch, 13. April 2005 16:05


Evangelisches Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit
Kniebisstraße 29, 70188 Stuttgart

Telefon: 0711 - 28 47 243, Fax: 0711 - 28 46 936

Kontakt per E-Mail