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Filmländer Algerien, Ägypten, Marokko - Februar bis September 2004

Veranstaltungsreihe in Stuttgart. Eine Kooperationsveranstaltung von EZEF und volkshochschule Stuttgart

Die Filmreihe „Mit den Augen der Anderen“ ist eine Kooperationsveranstaltung von volkshochschule Stuttgart, EZEF und Landesmedienzentrum. Nach den Filmen bieten wir die Möglichkeit zum Gespräch.


EL MEDINA
Ägypten/ Frankreich 1999
Regie: Yousry Nasrallah
90 Minuten
Arabisch und französisch mit deutschen Untertiteln

„Ein artistisches Stück von dem neuen Regie-Star des ägyptischen Kinos. Im Wettbewerb von Locarno ausgezeichnet mit dem Spezialpreis der Jury und dem europäischen Kino-Preis.

Kairo leuchtet und erstickt. Paris lockt. Ali arbeitet auf dem Markt, doch er träumt vom Theater. Dann wird der Markt zerstört. Das Signal zum Aufbruch: Ali verlässt seine Familie, seine Freunde, seine Liebe und setzt sich an nach Paris. Er will auf die Bühne und landet im Boxring, tritt in gezinkten Schaukämpfen auf, schlägt sich mit anderen illegalen Einwanderern durch. Bis er die Abmachungen bricht. Das kostet ihn das Gedächtnis und fast das Leben. Auf den Straßen von Paris findet er sich wieder, als Namenloser. Und entdeckt sich neu ...
Mit 3. März 2004
20.00 Uhr
TREFFPUNKT Rotebühlplatz
Rotebühlplatz 28
Robert-Bosch-Saal
Eintritt: 4.50 €, ermäßigt 3.50 €
Karten an der Abendkasse


ALI ZAOUA
Frankreich/ Marokko 2000
Regie: Nabil Ayouch
95 Minuten
Originalfassung mit Untertiteln

Der Film gewann u.a. als „bester Spielfilm“ beim Filmfestival Mannheim/ Heidelberg, sowie den großen Preis von Bukina Faso.

Der 14-jährige Ali und seine Freunde sind Straßenjungen und leben am Rande des Wohlstand der Hafenstadt Casablanca. Die Straße ist ihr Zuhause, und die Menschen, die hier leben, bilden ihre Familie. Hier zu überleben, ohne Ziel, ohne einen Ort, an den sie sich zurückziehen könnten, wird ihre tägliche Aufgabe. Ali träumt davon, wegzugehen, Seemann zu werden und die Welt zu sehen. Doch das bleibt ein Traum – während einer Auseinandersetzung mit einer rivalisierenden Straßenbande wird er getötet. Seine Freunde könnten seine Leich zurücklassen, doch sie beschließen, ihrem Freund ein königliches Begräbnis zu schaffen.
Der Film liefert einen äußerst authentischen Eindruck von der Lebenssituation dieser Kinder und ihren Überlebensstrategien.
Eine Fabel, fast ein Märchen über die harte Realität, Träume und den Tod. Aber auch ein Film über das Leben.
Mit 7. April 2004
10.00 Uhr und 20.00 Uhr
TREFFPUNKT Rotebühlplatz
Rotebühlplatz 28
Robert-Bosch-Saal
Eintritt: 4.50 €, ermäßigt 3.50 €
Karten an der Tages- und Abendkasse
10.00 Uhr (Schulveranstaltung, Kartenreservierung nur unter Tel.: 0711-18 73 861)


BAB EL-OUED CITY
Algerien/Frankreich 1994
Regie: Merzak Allouache
93 Minuten
Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Ausgezeichnet mit dem Großen Preis der Filmkritik von Filmfestival in Cannes 1994.

Frühjahr 1989 – Algerien steht noch unter dem Schock der blutigen Unruhen des vergangenen Oktobers. Der junge Boualem lebt als Bäcker in Bab el Qued, dem historischen Viertel in Algier. Er arbeitet hart in den Nacht und schläft am Tag. Einens Tages wird er durch die predigt des Imam, die von einem Lautsprecher direkt vor seinem Haus übertragen wird. In einem unkontrollierten Wutanfall reißt er den Lautsprecher herunter und wirft ihn später ins Meer. Sein Handeln versetzt das ganze Viertel in Aufruhr. Eine Gruppe fundamentalistischer Jugendlicher sucht nach einem Schuldigen, um diese Provokation exemplarisch zu ahnden. Allmählich steigt die Gewaltbereitschaft. Der Film schildert authentisch sowohl die sozialen Hintergründe als auch Hoffnungen und Träume. Und er zeigt die Ursachen für die Eskalation der Gewalt in Algerien.
Mit 5. Mai 2004
20.00 Uhr
TREFFPUNKT Rotebühlplatz
Rotebühlplatz 28
Robert-Bosch-Saal
Eintritt: 4.50 €, ermäßigt 3.50 €
Karten an der Abendkasse


RACHIDA
Algerien/ Frankreich 2002
Regie: Yamina Bachir Chouikh
100 Minuten
Arabische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Der Film wurde für für die Sektion „Uncertain regard“ beim Filmfestival in Cannes 2002 ausgewählt.

Die junge Lehrerin Rachida lebt und arbeitet in einem Stadtviertel der Hauptstadt. Auf dem Weg zur Arbeit lauern ihr junge fundamentalistischer Terroristen auf, unter anderem einer ihrer ehemaligen Schüler. Sie fordern von ihr, eine Bombe in die Schule zu transportieren. Trotz ihrer Angst weigert sich Rachida , das Attentat auszuführen. Einer der Terroristen schießt sie bnieder, aber sie überlebt schwer. Nach der Genesung verläßt sie mit ihrer Mutter die Stadt, um der traumatischen Erinnerung zu entfliehen und in einem kleinen Dorf im Haus im Haus einer Verwandten Zuflucht zu finden. Dort findet sie sich langsam in die dörfliche Lebenswelt, erfährt auch die Solidarität der Frauen untereinander. Aber die Ruhe erweist sich als trügerisch ...
Mit 9. Juni 2004
20.00 Uhr
TREFFPUNKT Rotebühlplatz
Rotebühlplatz 28
Robert-Bosch-Saal
Eintritt: 4.50 €, ermäßigt 3.50 €
Karten an der Abendkasse




Artikel zuletzt geändert am: Donnerstag, 29. Januar 2004 11:54


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