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Senegals Frauen im Film: "Faat Kine" - ein steiniger Weg in die Unabhängigkeit

Kino-Bundesstart für den EED-geförderten senegalesischen Spielfilm "Faat Kine" von Ousmane Sembéne am 15.01.2004

(Bonn, 14.01.04) Faat Kine ist die Geschichte einer vierzigjährigen senegalesischen Geschäftsfrau, die ihr Leben zwischen muslimischer Tradition und dem Kampf um Unabhängigkeit und Anerkennung täglich neu meistert. Vom Vater ihrer Kinder verlassen hat Faat Kine einen steinigen Weg zu gehen, bis sie es zu einer eigenen Tankstelle in Dakar schafft. 1960 im Jahr der Beendigung der französischen Kolonialherrschaft im Senegal geboren, verkörpert Faat Kine die Schwierigkeiten des westafrikanischen Staates in seinem Kampf um wirkliche Unabhängigkeit und Fortschritt von den Gründerjahren an.

Faat Kine wurde als Film des Monats Januar 2004 von der Jury der Evangelischen Filmarbeit ausgezeichnet und durch das Programm "Aktion, Bildung und Publizistik" (ABP) des Evangelischen Entwicklungsdienstes gefördert.

"Der 77jährige Schriftsteller und Filmregisseur Ousmane Sembène hat mit "Faat Kine" eine Hommage an die Frauen Afrikas geschaffen: an ihre Solidarität, ihr Selbstbewusstsein und ihre Verlässlichkeit, die dem schwarzen Kontinent eine Zukunft ermöglichen - trotz aller Widrigkeiten, die sowohl aus der Globalisierung des afrikanischen Alltags wie aus einheimischen Traditionen entspringen", schreibt die evangelische Filmstelle in ihrer Begründung für die Nominierung des Films.

Bundesweiter Filmsstart von Faat Kine: Donnerstag, 15.01.2004.


Ebenfalls bundesweit in den Kinos angelaufen ist auch das Langfilmdebut "Rachida" von der algerischen Regisseurin Yamina Bachir Chouikh. Der Film spielt während der schlimmsten Jahres des Bürgerkriegs in Algier und handelt von einer jungen Lehrerin Rachida, die fliehen muss, als man sie zwingen will, ein Attentat auszuführen. Das Leben auf der Flucht ist Sinnbild der algerischen Gesellschaft, die von inneren Konflikten zerrissen wird. "Rachida" wurde ebenfalls mit finanzieller Unterstützung des Evangelischen Entwicklungsdienstes realisiert und wurde ebenso von der Jury der Evangelischen Filmarbeit als Film des Monats ausgezeichnet.

Für Fragen und Auskünfte steht das Evangelische Zentrum für Entwicklungsbezogene Filmarbeit (EZEF) zur Verfügung: Tel.: 0711-2847243. Von EZEF, der Fachstelle Film des EED, werden die beiden Filme nach ihrer Kinoauswertung auch für die Bildungsarbeit herausgegeben und den landeskirchlichen Evangelischen Medienzentralen zur Verfügung gestellt.



© Evangelischer Entwicklungsdienst e.V. (EED)
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