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Auszeichnungen beim 17. Internationalen Filmfestival Fribourg für „Poupées d’Argile“ und „Narradores de Javé“

Gleich beide Filme, die im Wettbewerb des 17. Internationalen Filmfestival Fribourg liefen und die vom EZEF bzw. EED in der Produktion unterstützt wurden, haben die Juries mit Preisen ausgezeichnet. „Poupées d’Argile“ des tunesischen Regisseurs Nouri Bouzid erhielt den Preis der Ökumenischen Jury. Das Spielfilmdebut „Narradores de Javé“ der brasilianischen Regisseurin Eliane Caffé, wurde von der FIPRESCI-Jury prämiert.

"Poupées d’Argile" (Puppen aus Ton) wurde von der Ökumenischen Jury ausgezeichnet, „wegen seiner überzeugenden cinematographischen Qualität und seinem universellen Anspruch. Dieser gilt dem Respekt vor den Rechten der Schwachen, seien sie Kinder, Frauen oder Männer, die eingeladen sind, sich in Würde zu entfalten.“
Kurzinhalt: Sein Heimatdorf, das wegen seiner schönen Töpferarbeiten bekannt ist, hat Omrane schon vor vielen Jahren verlassen, um in Tunis zu leben. Sein Auskommen verdient er als Vermittler von Hausmädchen an wohlhabende Familien in Tunis. Als die ihm einst von ihrer Familie anvertraute Rebeh flieht, sieht er sich vor ernsten Schwierigkeiten. Aber Omrane ist nicht der skrupellose Ausbeuter. Als Kind war auch er als Hausdiener beschäftigt und wurde dabei selbst Opfer sexuellen Missbrauchs. Diese Erfahrung hat ihn einsam, verbittert und unfähig gemacht, anderen - und auch sich selbst - zu vertrauen. Doch jetzt erwartet Rebeh seine Hilfe.

„Narradores de Javé“ (Die Erzähler des Javé-Tals) wurde von der FIPRESCI-Jury, dem Verband der Internationalen Filmkritik,  ausgezeichnet, „für seine witzige Darstellung des zutiefst menschlichen Wunsches, Mythen zu erfinden, sowie für die Qualität seines Drehbuchs und die guten Leistungen der Darsteller“.
Kurzinhalt: Als die Bewohner eines Dorfes im Javé-Tal erfahren, dass der Bau eines Staudamms ihr Land unter Wasser setzen soll, sehen sie nur noch eine Möglichkeit zur Rettung: Sie müssen ihrem Ort eine historische Bedeutung geben. Um überzeugende Gründe für die Erhaltung ihres Erbes zu finden, beschliessen sie, alle Geschichten und Legenden zu sammeln, an die sie sich erinnern können. Doch der einzige, der «Die grosse Geschichte des Javé-Tals» schreiben kann, ist der ehemalige Postbote. Er aber ist in Verruf geraten, weil er von ihm selbst verfasste Verleumdungsbriefe ausgetragen hatte ...

Finanziell gefördert wurden die beiden Filme durch das Programm Aktion, Bildung und Publizistik (ABP) des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED).
Weitere Auskünfte erhalten Sie bei EZEF.

Stuttgart, den 27.3.2003


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